Wer einen Friseursalon, ein Kosmetikstudio oder ein Nagelstudio eröffnen will, stellt sich als Erstes eine Frage: Was kostet das - wirklich? Die Kosten einer Salon-Gründung sind so individuell wie der Salon selbst. Und genau das macht ehrliche Antworten schwierig. Deshalb finden Sie auf dieser Seite keine Lockpreise und keine Pauschalversprechen. Stattdessen: realistische Budgetrahmen, die Ihnen eine belastbare Orientierung geben.
Warum die Spannen so groß sind? Weil viele Faktoren gleichzeitig wirken: die Größe der Fläche, ob es ein Bestandsobjekt oder ein Rohbau ist, welches Ausstattungsniveau Sie anstreben, wie viele Bedienungsplätze oder Kabinen geplant sind, welche technischen Auflagen gelten.
Alle Zahlen auf dieser Seite sind Orientierungswerte, basierend auf Erfahrungswerten aus über 30 Salon-Projekten, die wir bei VRANA als Generalunternehmer begleitet haben. Sie ersetzen keine individuelle Kalkulation - aber sie helfen Ihnen, Ihre Planung auf ein solides Fundament zu stellen.
Bevor wir ins Detail gehen, hier die wichtigsten Szenarien auf einen Blick. Diese Spannen umfassen Innenausbau, Einrichtung und Technik - ohne Miete, Kaution und Betriebsmittel.
Wichtig: Die Qualität des Mietobjekts kann den Innenausbau massiv verschieben. Kosten verstehen sich exkl. Innenausbau und inkl. Boden, Licht, Einrichtung.
Die Gesamtkosten einer Salon-Gründung setzen sich aus drei Bereichen zusammen: einmalige Investitionen, laufende Kosten und ein Puffer für Unvorhergesehenes. Dieses Schema gilt für Friseursalons, Kosmetikstudios und Nagelstudios gleichermaßen - nur die Gewichtung verschiebt sich.
Das sind die Kosten, die vor der Eröffnung anfallen. Sie machen den größten Block aus und bestimmen den Finanzierungsbedarf.
| Kostenblock | Was darunter fällt | Typischer Anteil |
|---|---|---|
| Innenausbau | Boden, Wände, Decke, Maler, Trockenbau (z. B. Kabinenwände) | 20-30 % |
| Elektro/EDV | Zusätzliche Stromkreise, Steckdosen, Netzwerk, Absicherungen | 8-15 % |
| Sanitär/Installation | Wasser-/Abwasseranschlüsse, Waschplätze, Boiler/Durchlauferhitzer | 8-15 % |
| Beleuchtung & Lichtplanung | Arbeitsplatzlicht, Stimmungslicht, Akzentbeleuchtung, Schaufenster | 5-10 % |
| Möblierung/Equipment | Stühle, Spiegel, Liegen, Theke, Stauraum, Wartebereich, Produktpräsentation | 25-40 % |
| Beschilderung/Branding | Außenbeschilderung, Leitsystem, Logointegration im Raum | 2-5 % |
Innenausbau umfasst alles, was den Rohraum in einen nutzbaren Salon verwandelt: Boden verlegen, Wände verputzen oder streichen, Decken abhängen, Trennwände für Kabinen errichten. Die Kosten hängen stark vom Zustand des Mietobjekts ab. In einem gut erhaltenen Bestandslokal können Sie hier deutlich sparen. In einem Rohbau oder bei umfangreichem Rückbau steigt dieser Posten schnell.
Elektro und EDV werden häufig unterschätzt. Ein Friseursalon braucht pro Bedienungsplatz mehrere Steckdosen (Föhn, Glätteisen, Lockenstab - oft gleichzeitig). Ein Nagelstudio benötigt Anschlüsse für Absauganlagen. Dazu kommen Kassensystem, WLAN und eventuell Musik-/Sound-Anlagen. Die Elektroinstallation muss sauber dimensioniert sein - nachträgliche Änderungen sind teuer und aufwendig.
Sanitär und Installation betreffen vor allem Friseursalons. Jeder Waschplatz braucht Warm- und Kaltwasseranschluss plus Abwasser. Die Leitungswege vom bestehenden Anschluss zum gewünschten Standort bestimmen den Preis. Auch Kosmetikstudios brauchen mindestens ein Handwaschbecken pro Kabine - je nach Behandlungsangebot mehr.
Beleuchtung ist weit mehr als „Lampen aufhängen". Am Bedienungsplatz brauchen Sie neutrales, helles Arbeitslicht, damit Farben korrekt beurteilt werden. Im Wartebereich wirkt wärmeres Licht einladender. Im Kosmetikstudio ist ein hoher Farbwiedergabeindex (CRI 95+) entscheidend, um Hauttöne, Make-up und Behandlungsergebnisse sauber zu beurteilen. Fehler bei der Lichtplanung kosten nicht nur Geld bei der Nachrüstung - sie kosten Vertrauen bei Kund:innen.
Möblierung und Equipment ist häufig der größte Einzelblock. Hier entscheidet sich, ob Ihr Salon funktional und solide oder hochwertig und markenprägend wirkt. Dafür bekommen Sie Langlebigkeit, Ergonomie und Ersatzteilfähigkeit.
Beschilderung und Branding im Raum werden oft als „nice to have" gesehen, sind aber ein relevanter Kostenposten - vor allem die Außenbeschilderung (Lichtkasten, Folienschrift, Ausleger). Innen sorgt ein stimmiges Leitsystem dafür, dass Kund:innen sich sofort orientieren.
Die laufenden Kosten bestimmen, ob Ihr Salon nach der Eröffnung wirtschaftlich funktioniert.
| Kostenposten | Hinweis |
|---|---|
| Miete + Nebenkosten | Größter laufender Fixkostenblock. Verhandeln Sie den Mietvertrag sorgfältig - er bestimmt Ihre Kalkulation über Jahre. |
| Energie | Friseursalons verbrauchen viel Warmwasser und Strom (Föhne, Klimaanlage). Energiekosten sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. |
| Verbrauchsmaterial | Farbe, Pflegeprodukte, Handtücher (Friseur); Cremes, Masken, Einwegmaterial (Kosmetik); Feilen, Gele, Lacke (Nagel). |
| Software/Kassa/Terminverwaltung | Monatliche Lizenzkosten oder Einmalkauf. Ein funktionierendes Kassensystem ist Pflicht (Registrierkassenpflicht in Österreich). |
| Personal | Falls Sie Mitarbeiter:innen beschäftigen: Bruttolohn plus Lohnnebenkosten (in Österreich ca. 30 % auf den Bruttolohn). |
| Wartung/Instandhaltung | Regelmäßige Wartung von Waschanlagen, Absaugtechnik, Klimaanlage etc. |
Kein Projekt läuft exakt nach Plan. Deshalb gehört ein Puffer in jede seriöse Kalkulation.
Die Kosten eines Friseursalons hängen vor allem von zwei Faktoren ab: der Anzahl der Bedienungsplätze und der Anzahl der Waschplätze. Jeder zusätzliche Bedienungsplatz bedeutet Möbel, Spiegel, Steckdosen und Arbeitsfläche. Jeder Waschplatz zieht Sanitärinstallation, Wasseranschluss und oft auch Bodenschutz nach sich.
Ausstattung mit solider Qualität. Innenausbau auf Basis eines brauchbaren Bestandsobjekts.
Der typische Salon für ein kleines Team. Hier lohnt sich bereits ein durchdachtes Zonenkonzept: Arbeitsbereich, Waschbereich, Warte-/Empfangsbereich klar getrennt.
Für Salons mit gehobener Positionierung oder Mehrstandort-Betreiber. Hier fließt ein wesentlicher Teil des Budgets in Materialien, Oberflächen und hochwertige Möbel.
Pro Platz inkl. Stuhl, Spiegel, Arbeitsablage, Steckdosen. Der Preisunterschied liegt hauptsächlich in der Funktionalität, Stuhlqualität, und der Spiegeleinheit.
Technisch der aufwendigste Posten. Sanitäranschluss, Warm-/Kaltwasser, Abwasser, ggf. Durchlauferhitzer, plus Waschanlage selbst. Dazu Installationskosten von ca. 1.500-4.000 € je nach Leitungsweg. Abhängig vom Bestand.
Das erste, was Kund:innen sehen. Die Theke muss funktionieren (Kassa, Bildschirm, Stauraum) und wirken (Markeneindruck, Ordnung). Der Wartebereich umfasst Sitzmöbel, Garderobe und eventuell eine Getränkestation. Akustik und Licht spielen hier eine größere Rolle, als man denkt.
Muss Wasser, Farbe, Chemikalien, Rollhocker und Stöckelschuhe aushalten. Rutschhemmend, reinigbar und ästhetisch. Vinyl oder hochwertiger PVC-Belag und Keramikversiegelung ist Standard.
Gleichmäßiges, neutralweißes Licht (ca. 3.000 K) am Bedienungsplatz. Fehlerhafte Lichtplanung führt zu Reklamationen bei Colorationen.
Der Friseurstuhl ist das meistgenutzte Möbelstück im Salon. Polsterqualität, Hydraulik und Verarbeitung bestimmen Komfort und Lebensdauer.
Spiegel, Konsole und Arbeitsablage bilden gemeinsam den Spiegelplatz. Material und Verarbeitung prägen den optischen Gesamteindruck am Bedienungsplatz.
Welonda gehört zu den etablierten Premium-Herstellern für Friseursalon-Möbel. Die Investition ist höher als bei Standardmöbeln - aber es gibt gute Gründe, warum sich das rechnen kann.
Deshalb ist Welonda wirtschaftlich sinnvoll: Bei hoher Auslastung, gehobener Positionierung, langer Mietdauer am Standort und wenn Sie Ausfallzeiten minimieren wollen.
Mehr zu Welonda-Produkten und Ausstattungsmöglichkeiten finden Sie auf unserer Welonda-Seite.
Im Kosmetik- und Nagelbereich dreht sich die Kalkulation weniger um Bedienungsplätze und mehr um Kabinen. Jede Kabine ist ein abgeschlossener Behandlungsraum - mit eigenen Anforderungen an Privatsphäre, Licht, Hygiene und Stauraum.
Das zentrale Möbelstück. Ergonomie (Höhenverstellung, Neigung), Polsterqualität und Bezugsmaterial bestimmen den Preis. Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle.
Im Kosmetikstudio ist Licht ein Arbeitsmittel. CRI 95+ bedeutet: Hauttöne, Rötungen, Make-up-Farben werden nahezu so dargestellt wie bei Tageslicht. Entscheidend für korrekte Beurteilung und zufriedene Kund:innen.
In vielen Studios ist der Produktverkauf ein wichtiger Umsatzpfeiler. Produktpräsentation muss einladend, gut beleuchtet und diebstahlsicher sein.
Schützt die Gesundheit von Mitarbeiter:innen und Kund:innen. Zentrale Systeme bieten bessere Leistung und weniger Lärm. Filter müssen regelmäßig getauscht werden - ein laufender Kostenposten.
Absauganlagen und Fräser erzeugen Lärm. Akustikelemente (Deckenpaneele, Wandabsorber) sind ein unterschätzter Kostenfaktor - aber sie machen den Aufenthalt merklich angenehmer.

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